Hohe staatliche Ehrung für Heinrich Deinzer vom Schloßberg

Verleihung der kommunalen Verdienstmedaille in Silber im Ministerium

Mit einem Festakt mit Ehrung und Laudatio wurde das über 51-jährige kommunalpolitische Engagement von Heinrich Deinzer im Heimatministerium in Nürnberg gewürdigt. Eingeladen hatte Staatsminister Dr. Herrmann durch das Bayerische Staatsministerium für Inneres und Integration. Zusammen mit weiteren zu Ehrenden erhielt Herr Deinzer eine von drei verliehenen kommunalen Verdienstmedaillen in Silber aus den Händen von Staatsminister Dr. Herrmann. Insgesamt wurden beim Festakt 16 Verdienstmedaillen vergeben.

Staatsminister Dr. Herrmann begann in einer einführenden Rede die Bedeutung der Kommunen in Bayern. Ebenso ist die Bedeutung des Ehrenamts in den Kommunen unersetzlich. Ob als Gemeinderat, Verbandsrat oder Feldgeschworener – ohne das Ehrenamt wären die Kommunen nicht so stark und ohne die Unterstützung des Freistaats auch nicht. Staatsminister Dr. Herrmann zeigte sich sehr zufrieden mit den unterschiedlichen Facetten des kommunalen Handelns im Einklang mit der staatlichen Förderung durch den Freistaat Bayern. Alle Förderung kann aber nur helfen, wenn auch die Kommunen und das Ehrenamt stark sind. So unterstrich er nochmal die hohe Wertschätzung des Engagements der zu Ehrenden.

Grossansicht in neuem Fenster: Verdienstmedaille in Silber_Bild 2

In der Laudatio auf Heinrich Deinzer benannte Staatsminister Dr. Herrmann die Stationen von Heinrich Deinzers ehrenamtlichen Engagement im Schnaittachtal bzw. in Osternohe am Schloßberg: den Beginn als ehrenamtlicher Gemeindeschreiber in der damals selbständigen Gemeinde Osternohe im Frühjahr 1960. Schon sechs Jahre später wurde er in den Gemeinderat Osternohe gewählt und war bis zur Eingemeindung 1971 der 2. Bürgermeister. Nach der Gebietsreform gehöre er von 1978 bis 2008 dem Marktgemeinderat im Markt Schnaittach an. Ein weiterer kommunalpolitischer großer Baustein seines Engagements geht über das Schnaittachtal hinaus: seine Tätigkeit im Zweckverband der Riegelsteingruppe zur Trinkwasserversorgung. Herr Deinzer gehört der Riegelsteingruppe seit 1979 an. Er führt als Vorsitzender die Geschicke eines finanziell sehr gut aufgestellten und schuldenfreien kommunalen Zweckverbandes seit über 22 Jahren. Zusätzlich zu den in der Laudatio genannten Ehrenämtern ist Herr Deinzer seit 2001 stellv. Vorstandsmitglied der Dorferneuerung Osternohe, ist seit dieser Zeit auch Feldgeschworener und bis 2014 über 37 Jahre Jagdvorsteher der Jagdgenossenschaft Osternohe. In den 80er Jahren hat er die Anlage des neuen Sportgeländes mitinitiiert. Er war maßgeblich an der Beschaffung der Grundstücke beteiligt und hat sich bei der Errichtung der Sportstätten voll eingebracht.

Die Ehrung nahm Heinrich „Heiner“ Deinzer zusammen mit seiner Gattin und einem seiner Enkel, der zur Stippvisite mit Altstadt Rundgang in Nürnberg zu Besuch war, am Donnerstag, 26.07.2018 im Heimatministerium in Nürnberg entgegen. Über Einladung, Ehrung und Anwesenheit der politischen Vertreter hatte er sich schon im Vorfeld sehr gefreut. Zu den ersten Gratulanten vor Ort gehörten der mittelfränkische Bezirksvizepräsident Dr. Ehmann, Landrat Armin Kroder und erster Bürgermeister Frank Pitterlein, welche alle bei der Ehrung anwesend waren. Heinrich Deinzer äußerte sich im Gespräch beim Empfang mit den kurzen Worten: „Am 31.03.1960 kam ich aus dem Wehrdienst und am 03.04.1960 kam der Bürgermeister zu mir mit dem Fahrrad, weil die Stelle des Gemeindeschreibers zu vergeben war – so hat alles begonnen.“ Wie viele engagierte Ehrenamtler redet Herr Deinzer wenig über das was er alles macht, sondern steht mit am Tisch und entscheidet in Dorferneuerung oder im Zweckverband mit, wenn es darum geht kommunale Entwicklungen zu schaffen.

Am gleichen Abend konnte der erste Bürgermeister die Ehrung im Marktrat bekannt geben. Der Marktrat freute sich über die Ehrung des Schloßbergers Herrn Deinzer und den gelungenen Termin in Nürnberg. Eine besondere Feierstunde mit einer Laudatio anläßlich dieser staatlichen Ehrung ist für die Jahresabschluss-Sitzung im Marktrat geplant.

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