Unser Jahresrückblick 2025 in und auf Schnaittach und unsere Ortsteile
Nun ist es an der Zeit, auf das Jahr 2025 zurückzublicken. Nein, nicht politisch und nein - nicht auf die vielen Dinge, welche uns überregional bewegten, geärgert oder gefreut haben. Wir wollen auf das Hier und Jetzt im Ort schauen:
Man sieht erst in der Zusammenfassung was eigentlich alles umgesetzt worden ist. Allein im Bauaufwand (siehe unten angefügte Fotos): man sieht an den Baustellen und deren Baufortschritten wieviel wir investiert haben. Die im Frühjahr noch aus reiner Baugrube bestehenden Außenanlagen im Kindergarten St. Walburga in Kirchröttenbach sind schon leicht grün geworden – weil fertiggestellt und ein wenig angewachsen. Trotz einer sehr starken Kostenspirale um uns herum konnten wir mit dem Partner Rummelsberger Diakonie einen über 4 Millionen Hort ohne große Kostensteigerung bauen lassen – mit unter 1% Kostensteigerung sicher ein Schnaittacher Rekord!
Beide Schulpausenhöfe in Schnaittach werden seit den Sommerferien umgestaltet, sind weit vorangeschritten und kommen 2026 auf die Zielgerade. Erst wurde entsiegelt, um Regenwasser über den Boden ins Grundwasser zu versickern, danach begann die dringend notwendige Umgestaltung. In der Mittelschule mussten gleichzeitig alle entdeckten Altlasten wie betonartiger Unterbau und völlig desolate Entwässerung beseitigt bzw. erneuert werden. Ein teures Unterfangen, aber nun können wir das vorher anstehende Oberflächenwasser in den Mauern und Wänden endlich an der Ursache packen.
In der Mittelschule entstand durch ein innovatives Netzwerk von Sponsoren und Unternehmern mit Hilfe des Schulamts und Dank der flexiblen Schulfamilie ein deutschlandweit einzigartiger Lernraum: mit innovativen Möbeln, schallschluckender Decke und völlig neuer Raumaufteilung für multifunktionelle und lärmreduzierte Arbeitsplätze – für Schüler- wie Lehrerschaft eine ruhige Atmosphäre. Dies war und ist für alle erstrebenswert, auch wenn aus der kostenneutralen Ausgangsituation doch einige zehntausend Euro Investition in den Bestand (Elektrik, Trockenbau und Wände streichen) flossen, so konnten wir Technik und Ausstattung im Wert von über 230.000 € in den Bestand aufnehmen und der Schule zur Lernlandschaft dazugeben.
Einige Projekte wie unser Bauhof haben wichtige Hürden genommen. Nach 40 Jahren ohne eigene Bauhof-Liegenschaft wurden Detailplan, Kostenrechnung und nun die Bauantragstellung einstimmig beschlossen und beim Landratsamt eingereicht.
Manche Projekte sind fast fertig, manche wurden hintenangestellt, um die wichtigsten Dinge ins Laufen zu bringen. Erfreulich ist, dass wir auch dieses Jahr wieder große Baustellen weiter vorangebracht haben: die Kindergartenerweiterung in Kirchröttenbach und der Hort im Grundschulcampus sind ganz fertig.
Trotz massivem Personalproblem war es möglich, den Kassenbetrieb und damit die Öffnungszeiten des Freibads aufrecht zu erhalten. Für 2026 sind wir schon jetzt mit dem Beschaffungsbeschluss für ein digitales Bezahlsystem in die Zukunft eingestiegen. Die dazu nötigen Anpassungen der Gebührensatzung wurden bereits tiefgehend erörtert und werden bald in einem Satzungsentwurf beraten.
Die bereits Ende November abgeschlossene Haushaltsberatung zeigt, dass es möglich ist, früher als seit Jahrzehnten mit der Beratung und mit einem guten und fundierten Beschluss der Haushaltssatzung fertig zu werden. Wir haben uns stetig auf den Weg gemacht und sind nun endlich soweit, dass wir zum Beginn des Jahres das eigeplante Steuergeld sinnvoll verwenden können. Von Photovoltaik über Speicher zu Windkraft und Nahwärme sind viele Besprechungen, Entscheidungen und interkommunale Beschlüsse gefasst worden – also viele Weichen „auf freie Fahrt“ gestellt worden. Auch wichtige Fragen zur städtebaulichen Entwicklung konnten nach langen und fruchtbaren Diskussionen zu einem Kompromiss geführt werden – wie der aktuelle Entwurf zum Baugebiet „Ulmenweg“ mit Baufenster für ein Ärztehaus zeigt: einstimmiger Kompromiss statt Blockadehaltung! Das zeichnet das erfolgreiche kommunale Handeln im Ort deutlich aus.
Endlich kommt auch Bewegung in den Radwegebau: Nach Eröffnung des Radwegs nach Großbellhofen erfolgt bald der weitere Ausbau Richtung Schnaittach über die Erlanger Straße (gemeindeseitig) und wird vom staatl. Bauamt bis zur Kirschenleite. Auch der Radweg nach Neunkirchen wird eifrigst vorangebracht. Spätestens 2027 soll hier jeweils Baubeginn sein.
Ein großer Stromspeicher im Rathausuntergeschoss wird künftig auch bei der Rathausmobilität einige Kilometer CO² -frei decken, da wir ein gemeindliches E-Auto für die vielen „kleinen Fahrten“ im Ort oder zum Landratsamt leasen werden. Unser Beitrag mit eigens produziertem Strom - zumindest im Sommer und bei Sonnenschein!
Gesellschaftlich bewegte sich neben Festen, Kirchweihen und Märkten so viel – wir konnten mit dem Männergesangverein Großbellhofen mit Festkommers und Dorffest dessen 75jähriges Jubiläum feiern, mit unserem Ortsteil Germersberg das 750jährige Bestehen und mit der Feuerwehr Osternohe ein tolles Festwochenende mit Festzug zum 150jährigen Jubiläum. Gemeindlich wurde der Neubürgerempfang nach Corona wiederbelebt und der Biergarten der Kirchweih am Bürgerweiher neugestaltet.
Zurückblickend auf das vergangene Jahr kann man auf jeden Fall sagen, dass wir im Schnaittach unsere Ziele der Planung im Haushalt nicht alle, aber sehr viele Projekte gut erfüllt haben! Wir sind wieder mal konservativ, aber trotzdem innovativ und in manchen Bereichen vorbildlich vorangekommen. Dass hierfür andere Projekte warten mussten, ist nicht schön, aber in Anbetracht der vielen gesetzlichen Herausforderungen der Zeit unumgänglich.
Das alles geht nicht von alleine und hat sehr viel Arbeit gemacht. Es hat viele gute Gedanken und aktive Beteiligung gebraucht. Dank der hoch motivierten Verwaltung und dem verantwortungsvoll und häufig mit einer Stimme sprechenden Gemeinderat sind wir so viel weitergekommen!
Aber es bleiben noch viele Ziele: Dank der Beschlüsse im Bau-Ausschuss im Dezember möglicher schneller Abriss und Neubau Kampfersteg und Beschilderung von Schulwegen mit 30 km/h. Weitere Themen wie ein neues Konzept für den Jugendtreff sollen in die Praxis überführt werden, Bauhof Spatenstich, Breitbandausbau mittels FttH in Hormersdorf und Freiröttenbach und die Ziele für Nachhaltigkeit bei Wind, Nahwärme im Hauptort und die gemeindeweite kommunale Wärmeplanung weiter erfolgreich vorangebracht werden – das wird mehr sein als 2026 bringen kann – aber dafür sind Ziele ja da – ohne würde man erst gar nicht versuchen diese zu erreichen!
Daher darf ich DANKE sagen an alle Beteiligten für die immer sachlichen und fruchtbaren Diskussionen. Mit so einer konstruktiven Arbeitshaltung kommt man sehr gut voran und das tut der Entwicklung unserer Gemeinde und damit auch Ihnen und uns allen dauerhaft sehr gut.
Vielen Dank für diesen Rückhalt.
Ihr Frank Pitterlein
Erster Bürgermeister
(Fotos: Markt Schnaittach)
















